DOT steht für „Department of Transportation", die US-Verkehrsbehörde, in deren Vorschriften diese Kennzeichnung ursprünglich verankert wurde. Die Angabe des Herstellungsdatums nach diesem Schema ist heute auch bei Reifen, die in der EU verkauft werden, üblicher Bestandteil der Reifenflanken-Kennzeichnung — direkt neben Größe, Lastindex und Geschwindigkeitsindex.
Der DOT-Code besteht aus mehreren Zeichengruppen nach dem Kürzel „DOT". Entscheidend für das Alter ist ausschließlich die letzte Gruppe mit vier Ziffern: Die ersten beiden Ziffern geben die Kalenderwoche an, die letzten beiden das Jahr.
Beispiel: „25 23" bedeutet, der Reifen wurde in der 25. Kalenderwoche des Jahres 2023 hergestellt — auch wenn er als „neu" verkauft wird, lohnt sich ein Blick auf den DOT-Code, besonders bei Reifen, die länger gelagert wurden.
Reifen, die vor dem Jahr 2000 produziert wurden, hatten nur drei Ziffern in dieser letzten Gruppe (zweistellige Woche, einstelliges Jahr) — solche Reifen sind heute ohnehin längst nicht mehr im Handel.
Auch ein nie gefahrener, originalverpackt gelagerter Reifen altert: Die Gummimischung wird über die Jahre spröder, unabhängig von der Laufleistung. Ein Blick auf den DOT-Code lohnt sich deshalb besonders bei Reifen, die länger auf Lager lagen, bei Gebrauchtreifen oder beim Kauf gebrauchter Kompletträder.
Der DOT-Code steht auf der Reifenflanke (Seitenwand). Viele Reifenhersteller drucken den vollständigen Code nur auf einer Seite des Reifens vollständig auf, auf der gegenüberliegenden Seite kann eine verkürzte Version stehen. Nach der Montage ist der vollständige Code deshalb nicht zwingend von außen sichtbar — bei Bedarf lohnt sich ein Blick von der Innenseite des Rads.
Suchen Sie auf der Reifenflanke nach der Kennzeichnung „DOT" gefolgt von einer Zeichenfolge. Die letzten vier Ziffern dieser Zeichenfolge sind Woche und Jahr der Herstellung, z. B. steht „2523" für die 25. Kalenderwoche 2023.
Das deutet auf eine Herstellung vor dem Jahr 2000 hin (damals zweistellige Woche plus einstellige Jahresangabe). Solche Reifen sind heute ohnehin längst nicht mehr im regulären Handel erhältlich.
Eine gesetzlich fixierte Obergrenze für das Lagerdatum von Neureifen gibt es nicht. Reifenhersteller und Fachhändler empfehlen aber, beim Kauf auf ein möglichst aktuelles Herstellungsdatum zu achten, da die Gummimischung auch bei reiner Lagerung ohne Nutzung mit der Zeit altert.
Ja. Direkt nach „DOT" folgt zunächst der zweistellige Werkscode, der angibt, in welchem Produktionswerk der Reifen hergestellt wurde, danach oft Angaben zu Größe und Reifentyp. Erst die letzten vier Ziffern der gesamten Zeichenfolge sind das eigentliche Produktionsdatum.
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